Seelische Krisen – Ursachen für Neues

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unime – aus dem Lateinischen sinngemäss: verbinde mich! – ist eine Aufforderung.
Die auseinanderdriftende Kraft in der seelischen Erkrankung droht, das Geistig-Seelische im Menschen von seiner Körperwahrnehmung zu trennen.
In therapeutischer Arbeit muss die verbindende Kraft zwischen dem Seelisch-Geistigen im Menschen und seinem im Physischen inkarnierten Leib gestärkt werden. In diesem Sinne: unime – verbinde mich.

 

Leitbild

Jede Krankheitssituation bietet für den Betroffenen wie auch für die begleitenden Menschen eine Fülle von konkreten Herausforderungen: Es entstehen Lebensfragen, die davor nicht bestanden haben. Es werden Ansichten, Gefühle, Werte, Lebensweisen usw. in Frage gestellt. Die Bildung von neuen seelischen, geistigen und sozialen Fähigkeiten wird regelrecht herausgefordert. Der Lebensumstand erscheint als Ursache für Zukünftiges.
Die Umwendung von einer bekämpfenden hin zu einer bejahenden Haltung prägt die Grundhaltung des anthroposophischen Ansatzes.
Sowohl für die betroffenen als auch für die betreuenden Personen sind seelische Krisen grosse Herausforderungen. Sie bieten Anlass, neue Fähigkeiten zu entwickeln und neue Gesellschaftsformen zu finden. Der lernfähige Mensch steht, sowohl auf der Seite der Betroffenen als auch auf der Seite der Begleitenden, im Mittelpunkt, für dessen Entwicklung die äusseren Zustände von seelischem oder physischem Leid nur der Anlass sind.